Die Wiener Wache 1462

Das Projekt "Wiener Wache 1462" ist ein Zusammenschluss geschichtsinteressierter Personen, mit dem Ziel einer historisch detailgetreuen Darstellung der Wiener Bürgerwehr der Jahre 1461 bis 1463.

Es soll hier nicht "Ritter gespielt" werden, sondern es wird der Versuch unternommen, das Leben des dargestellten Zeitraumes dem Original so nahe wie möglich kommend zu verkörpern. Hierbei wird naturgemäß mehr Augenmerk auf die Darstellung des militärischen Bereiches gelegt, doch soll auch der zivile Bereich in keinem Fall bei der Genauigkeit der Darstellung zu kurz kommen - immerhin rekrutierte sich die damalige Wiener Wache ja aus dem Wiener Bürgertum.

Die "Wiener Wache 1462" setzt sich gegenwärtig aus Mitgliedern von vier in und um Wien beheimateten Living-History-Gruppen sowie interessierten Einzelpersonen zusammen und sieht sich als gruppenübergreifendes Projekt. Dadurch können sämtliche regionale Kräfte sowohl zur Recherche als auch zur geschichtlichen Darstellung konzentriert und gebündelt werden, um ein möglichst akkurates Geschichtsbild liefern zu können. Auch soll gezeigt werden, dass man sich hinter Gruppierungen aus anderen Ländern mit ähnlicher Zielsetzung in keiner Weise verstecken muss und dass auch in Wien wissenschaftlich fundiertes Reenactment auf höchster Stufe betrieben wird.

Der Zeitraum 1461-1463 wurde bewusst gewählt, da es sich hierbei um eine für Wien äußerst interessante Periode handelt. Wien war ein zentraler Punkt im "Bruderzwist" der beiden Habsburger Erzherzog Albrecht VI. und Kaiser Friedrich III. Mehr Details dazu finden Sie unter dem Punkt "Historie".

Die erste öffentliche Aktion der "Wiener Wache" war am 15.04.2007 die Nachstellung eines Rüstmarsches des Wiener Aufgebotes zur Burg auf dem Leopoldsberg. In weiterer Folge soll verstärkt an historischen und musealen Veranstaltungen teilgenommen sowie die Zusammenarbeit mit der Universität Wien und den Wiener Museen gepflegt werden. Mehr zu schon stattgefundenen und geplanten Aktionen finden sie unter dem Punkt "Projekte".

Abschließend ist noch anzumerken, dass sich die an dem Projekt beteiligten Personen ganz klar von jeglicher politischer und religiöser Stellungnahme, der damaligen wie auch der heutigen Zeit, distanzieren. Die damaligen politischen und religiösen Verhältnisse werden nicht bewertet, sondern lediglich historisch korrekt dargestellt und stehen in keinem Zusammenhang mit einer aktuellen politischen oder religiösen Gesinnung.

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